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Aktionswoche Selbsthilfe 2022

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Aktionswoche Selbsthilfe 2022


Möchten auch Sie sich an dieser Aktionswoche beteiligen?

Ihre Aktion kann über die Projektförderung der Krankenkassen finanziert werden.
Bitte stellen Sie hierzu rechtzeitig Ihren Förderantrag.
Informieren Sie sich über die Aktionswoche und bleiben Sie auf dem Laufenden über die
Homepage des Gesamtverbandes des Paritätischen.

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Drei Fragen an…


Trudie Czybulka
Deutsche ILCO e. V.
, Gruppe Mülheim an der Ruhr und Gruppe Bottrop
Regionalsprecherin der Region Ruhr-Emscher-Lippe


1. Wie sind Sie auf die Möglichkeiten und Methoden der Selbsthilfe aufmerksam geworden?


„2014 stand für mich fest: ‚Ich bekomme ein Stoma‘. Mein Alltag ließ sich nicht mehr gut bewältigen, deshalb traf ich diese Entscheidung dann selbst. Die Ärztin im Krankenhaus fragte, ob ich mit anderen Betroffenen reden möchte. Ich habe direkt ‚nein‘ gesagt. Die Vorstellung, mit anderen Stomapatienten in einem Kreis zu sitzen und sich gegenseitig etwas vorzujammern, gefiel mir nicht.
Nach der Entlassung habe ich es mir anders überlegt und die Gruppe in Bottrop mal besucht. Ich dachte, da gehe ich einmal hin und dann nie wieder… Ich fand es aber gut da und seitdem engagiere ich mich.
Meiner Stomatherapeutin erzählte ich ganz im Anfang davon. Sie sagte: ‚Wissen Sie, wo ich Sie in einem Jahr sehe? Sie leiten diese Gruppe und übernehmen auch noch Aufgaben darüber hinaus!‘
Da hatte sie recht.“


2. Was bedeutet Selbsthilfe für Sie? / Was hat sich für Sie verändert seit Sie eine Selbsthilfegruppe besuchen?


„Vor dem ersten Treffen dachte ich, ich schaue mal, ob ich Unterstützung bekomme. Tatsächlich waren und sind die Gespräche mit Gleichgesinnten eine Hilfe.
Ich kam beruflich aus einer 60 – Stunden – Woche und hatte plötzlich null Stunden und brauchte Hilfe. Ich musste mich daran gewöhnen, darum zu bitten. Zum Beispiel meinen Mann fragen: ‚Trägst du mir die Tasche aus dem Auto ins Haus, holst du den Wäschekorb hoch, beziehst du die Betten...‘. In der Gruppe habe ich gelernt: Es ist nicht schlimm, etwas nicht zu können.
Anderes Beispiel: Als Stomaträgerin habe ich einen Schlüssel für öffentliche Behinderten-WCs. Da man mir meine Behinderung nicht ansieht, muss ich mir manchmal dumme Bemerkungen anhören, was ich da zu suchen hätte. Das geht anderen in der Gruppe natürlich genau so, und wir können darüber sprechen.
Neben meiner Familie hilft mir die Gruppe einfach, meine Situation zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.“

3. Wie arbeitet Ihre Selbsthilfegruppe?

„Da ich die Gruppe gerade erst übernommen habe, erzähle ich von meinen Erfahrungen aus anderen Gruppen und wie ich mir das in Mülheim vorstelle.
Zunächst einmal: Die Gruppe hätte sich beinahe aufgelöst, weil es keinen Ansprechpartner gab. Dann kam durch Corona eine längere Zeit ohne Treffen.
Die Gruppe startet also erst wieder neu und wird sich zunächst einmal pro Quartal treffen. Öfter schaffe ich es nicht. Wenn jemand in der Organisation mit unterstützt, wird es wieder monatliche Treffen geben. Aktuell gehören ca. 30 Personen zur Gruppe, vereinzelt kommen auch Ehepaare. Wir sind offen für Angehörige, auch für solche, die allein kommen.

Mir ist wichtig, dass es bei jedem Treffen einen Austausch gibt über die zurückliegende Zeit. Wie ist es den Teilnehmer*innen ergangen? Alle sollen zu Wort kommen. Da die langjährigen Mitglieder meist wenig Veränderung erleben, haben die Neuen dann mehr Raum, von sich zu berichten.
Was ich auf keinen Fall möchte: Reine ‚Kaffeeklatsch – Runden‘. Das ist für mich keine Selbsthilfe. Die Leute können sich vor Beginn des Treffens austauschen, aber dann habe ich ein Glöckchen und läute damit den thematischen Teil ein. Ich sorge dafür, dass nicht alle gleichzeitig reden. Jedem soll zugehört werden.
Methodisch arbeite ich gern mit dem Kartenspiel ‚Wie geht’s – wie steht’s?‘, das speziell für die Selbsthilfe entwickelt wurde. Die Fragen auf den Karten erleichtern den Einstieg ins Gespräch.
So entsteht ein Gemeinschaftsgefühl untereinander.

Es sollen auch regelmäßig Referent*innen eingeladen werden. Den Auftakt macht Dr. Michael Jakob, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Marien-Hospital. Er unterstützt uns und hat mich auch ermutigt, die Gruppe ‚wiederzubeleben‘.
Geplant ist auch ein Abend zum Thema Pflegegrade.

Tagesausflüge mit allen Gruppen der Region sollen wieder angeboten werden, wenn Corona abgeflaut ist. Z. B. ein Schiffsausflug oder die Besichtigung einer Firma für Stoma-Artikel. Es wird alles so organisiert, dass jeder mithalten kann, auch wenn er oder sie nicht mehr so gut auf den Beinen ist.

Manche Gruppenmitglieder machen auch außerhalb der Gruppentreffen mal was zusammen.
Außerdem haben wir eine WhatsApp-Gruppe, um den Kontakt zu halten. Wer kein WhatsApp hat, wird angerufen.

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Die Gruppe „Deutsche ILCO e. V. Mülheim“ trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Quartal in der Zeit von 17:00 – 19:00 Uhr im Marienhospital in Mülheim.
Es gilt aktuell die 2 G + - Regel.

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Der druckfrische Selbsthilfe-Wegweiser für 2022/23 ist abholbereit - nach Terminabsprache

Darin finden Sie viele Mülheimer Selbsthilfegruppen mit einer kurzen Beschreibung
und Möglichkeiten in Kontakt zu treten. Zudem gibt es auch eine Reihe interessanter
Informationen über das Prinzip Selbsthilfe, die Möglichkeiten eigene Gruppen zu
gründen und die Mülheimer Selbsthilfe-Szene in Pandemie-Zeiten.

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Depressionen - mehr als nur ein kurzes Tief!

Veranstaltung des Selbsthilfe-Büro mit der Evangelischen Familienbildungsstätte
Mülheim an der Ruhr
Depressionen sind vielschichtig. Neben einer Antriebslosigkeit sind VersagensVerlust- und Zukunftsängste genau so typisch, wie emotionale Empfindlichkeit oder
Konflikte mit dem sozialen Umfeld.
Was das konkret für Betroffene bedeuten kann und wie hilfreich Selbsthilfegruppen
hier wirken können, berichten das Selbsthilfe-Büro Mülheim und eine Aktive aus
einer Mülheimer Depressionsgruppe.
An drei aufeinanderfolgenden Terminen werden deshalb die folgenden Themen
genauer beleuchtet:
1. Depressionen, was ist das eigentlich?
2. Leben mit Depressionen, welche Auswirkung haben Sie auf meinen Alltag?
3. Was bedeutet Selbsthilfe und wie funktioniert eine Selbsthilfegruppe?
Kursgebühr: Kostenlos
Zeitraum:
Freitags,
06.05.2022
13.05.2022
20.05.2022,
jeweils 10:30-12:00 Uhr
Ort:
Evangelischen Familienbildungsstätte Mülheim an der Ruhr
Scharpenberg 1b
45468 Mülheim an der Ruhr
Anmeldung unter:
Telefon: 0208 - 3003 333
E-Mail: info@evfamilienbildung.de
In Kooperation mit der evangelischen Familienbildungsstätte findet im Mai 2022 ein Kurs zum Thema Depressionen statt.

Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der evangelischen Familienbildungsstätte.

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Persönliche Beratungen im Selbsthilfe-Büro sind derzeit weiterhin nur in Ausnahmefällen und nach vorheriger Terminabsprache möglich.

Bei Fragen bzgl. Selbsthilfegruppen oder Beratungsbedarf senden Sie uns bitte eine Mail.

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Kostenlose, sichere Video-Konferenzräume für Mülheimer Selbsthilfegruppen

Sicher haben sich in den letzten 2 Jahren viele Selbsthilfegruppen darüber
Gedanken gemacht, Treffen in Corona-Zeiten virtuell abzuhalten.
Einige Gruppen haben das auch in die Tat umgesetzt, andere waren noch zögerlich.

Hier kommt jetzt ein Angebot, dass Ihnen die Entscheidung erleichtern könnte:

Das virtuelle Haus der Selbsthilfe

Das Selbsthilfe-Büro Mülheim bietet den lokalen Selbsthilfegruppen kostenlose
Video-Konferenzräume im sogenannten virtuellen Haus der Selbsthilfe an.
Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe NRW wurde speziell für die Anforderung von
Selbsthilfegruppen entwickelt. Dabei haben wir besonderen Wert auf Datenschutz,
praktische Handhabung und übersichtliche Gestaltung gelegt.

Datenschutz
• Das Angebot entspricht der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
• Ihre Treffen im Virtuellen Haus der Selbsthilfe NRW laufen über Server mit Standort in NRW.
• Der Paritätische NRW ist Träger des Projekts. Wir nutzen keine Ihrer Daten zur Weiterverarbeitung für kommerzielle Zwecke.
• Sie nutzen das - für die Selbsthilfe empfohlene - Videokonferenz-System Jitsi. Handhabung
• Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe kann über Ihren Browser betreten werden.
• Es ist keine zusätzliche Installation von Apps notwendig (außer bei Mobilgeräten).
• Ansprechpartner*innen erhalten auf Anfrage unkompliziert einen Zugang bei uns
• Anschließend können Sie Räume für Ihre Treffen leicht und eigenständig über ein übersichtliches Menü reservieren.
• Eine stabile Verbindung während Ihres Treffens ist durch Nutzung eigenständiger Server gewährleistet.

Support
• Bei Fragen steht ein interner Hilfebereich sowie ein FAQ zu verschiedenen Fragen bereit.
• Bei weiteren Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen zur Verfügung.

Zusätzlich möchten wir darauf hinweisen, dass das System neben den Treffs Ihrer Selbsthilfegruppe auch für Ihre Gremienarbeit genutzt werden kann.

Melden Sie sich einfach bei Interesse oder Fragen bei uns. Sie erhalten daraufhin weitere Informationen.
Je nach Bearbeitungszeit können Sie innerhalb weniger Minuten schon Ihr erstes Selbsthilfegruppen-Treffen virtuell auf den Weg bringen.

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Selbsthilfe-News - die online Zeitung der Selbsthilfe

Liebe Selbsthilfe-Interessierte!

Wir freuen uns, dass wir in Mülheim jetzt auch einen online Newsletter haben, mit dem wir regelmäßig auf die Angebote und Möglichkeiten der Selbsthilfe aufmerksam machen können. Aus der Region für die Region informiert der Newsletter regelmäßig alle 2 Monate über aktuelle Entwicklungen aus der Selbsthilfe in Mülheim an der Ruhr.

Unser Newsletter enthält Informationen z. B. zu:

  • neuen Gruppen
  • Neuigkeiten aus den Selbsthilfegruppen
  • Beratungsangeboten
  • Projekten und Erfahrungen
  • Fortbildungen und Seminaren
  • Terminen und Veranstaltungen
  • und vieles mehr

Für Selbsthilfegruppen bieten wir die Möglichkeit sich zu beteiligen, in dem Sie z. B.:

  • die Gruppe vorstellen
  • besondere Aktionen teilen
  • zu Erfahrungen berichten

Wenn Sie sich beteiligen möchten, wenden Sie sich gerne mit Ihren Ideen an uns. Der Newsletter erscheint jeweils im März, Mai, Juli, September und November.

Bitte melden Sie sich für den Bezug des Newsletters an unter:

Denn gemäß der Datenschutzgrundverordnung müssen Sie sich anmelden, damit wir Ihnen den Newsletter zusenden dürfen.

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!


 

Von hier aus gelangen Sie zu den örtlichen Selbsthilfegruppen, zu überregional tätigen Selbsthilfeorganisationen und zu den Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW. [Mehr]


 
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